Wo sind nur die Insekten geblieben?

Rückgang um rund 80 Prozent während der letzten 15 Jahre
– Schuld sind Monokulturen und Insektizide –

Wer vor Jahren mit dem Auto in Urlaub fuhr, ärgerte sich über die vielen Insekten, die an der Windschutzscheibe klebten. Heute fahren wir dieselbe Strecke, und die Windschutzscheibe ist fast sauber. Das ist ein Beispiel für eine Entwicklung, die Biologen seit langem beobachten. Die Zahl der Insekten ist in den letzten fünfzehn Jahren um rund 80 Prozent zurückgegangen. Damit ist nicht die Zahl der Arten gemeint, sondern die Anzahl der Insekten in der Biomasse. Für die Fachleute ist der Einsatz der Neonicotinoide (hochwirksame Insektizide) in Verbindung mit den vielen Monokulturen für den Rückgang verantwortlich. Allerdings gibt es noch weitere Ursachen für den Rückgang der Insekten.
Einigkeit bestand bei den Gesprächsteilnehmerinnen darin, dass die Blühvielfalt in den Gärten erhöht werden muss. Statt Flächen mit Schotter und Kies zu bedecken, sollten heimische Pflanzen zum Einsatz kommen.


Darüber, was Gartenbesitzer für den Erhalt der heimischen Insekten tun können,
sprach Alfred Adams mit der 1.Vorsitzenden des Imkervereins Mendig und Umgebung, Rita Britz; der 2.Vorsitzenden, Christa Schäfer und Maike Frings, Dipl.Ing. Landschaftsarchitektur (FH), Fachberaterin Natur-Erlebnisräume (Naturgarten e.V.) und Obfrau Bienenweide des Imkerverbandes Rheinlamd e.V.)

Aber auch Bereiche, in denen die Natur Raum erhält und zum Beispiel Brennnesseln für eine Vielfalt an Schmetterlingen sorgen, sollten zugelassen werden.
Otto Kaiser zeichnete das im Außenbereich des Imkerverband Rheinland e.V. geführte Gespräch auf. Zu sehen ist die Aufzeichnung unter dem Titel „Gut zu Wissen – Stilles Massensterben“ im Programm es offenen Kanals Andernach. Die genaue Sendezeit erfahren Sie aus dieser Zeitschrift oder unter OK4.de im Internet. Während der ausgeschriebenen Sendezeit ist der Beitrag auch im Internet unter OK4.de zu sehen.

blick-aktuell Pressemitteilung Alfred Adams